Mit einem Schlag endet Vivians sorgenfreies Leben: Ihre Mutter Sofia wurde ermordet! Die erfolgreiche Game-Entwicklerin stand kurz vor dem Release eines bahnbrechenden Computerspiels. „White Maze“ wird mit neuartigen Lucent-Kontaktlinsen gespielt  – dank ihnen erleben die Spieler virtuelle Game-Welten mit allen Sinnen. Aber warum zerstörte Vivians Mutter kurz vor ihrem Tod die Prototypen der Linsen? Zusammen mit dem schulbekannten Hacker Tom will Viv den Mord an Sofia aufklären. Dazu muss Viv selbst Lucent-Linsen einsetzen und tief in die virtuelle Welt eintauchen. Doch dort ist es für den Mörder ein Leichtes, die falsche Realität nach seinen Spielregeln zu manipulieren. Kann Vivian ihren eigenen Gefühlen vertrauen, wenn alles, was sie sieht, hört, riecht und schmeckt, bloße Lüge ist?

In einer Welt, in der jeder durch Kontaktlinsen jederzeit online ist, sind die neuen Linsen im Kombination mit dem neuen Spiel „White Maze“ das Beste, was jemals erfunden wurde. Denn was wäre, wenn man das Spiel, das man spielt, mit allen Sinnen spielen könnte? Wenn man virtuelle Dinge richen, schmecken und sogar auf der Haut spüren könnte?

Und was, wenn diese neue virtuelle Welt um so viel schöner ist, als die reale Welt?

Mit diesen Fragen und den daraus entstehenden Gefahren beschäftigt sich diese Geschichte um Vivian, deren Welt durch den Tod ihrer Mutter zerstört worden ist.

Das einzige, was ihr von ihrer Mutter bleibt, ist deren Laptop. Zusammen mit den besten Hacker der Schule, will sie diesen Laptop knacken, doch die beiden müssen feststellen, dass nicht nur der Mörder von Vivians Mutter es auf diesen Laptop abgesehen hat. Auch die Firma, für die Vivians Mutter gearbeitet hat setzt alles daran, den Laptop in ihre Finger zu bekommen.

Nach und nach stellt sich heraus, wie perfide der Plan des Mörders ist. Durch eine Manipulation an den neuen Linsen, sind alle, die die Linsen einmal eingesetzt haben, für immer online. Gefangen in einer virtuellen Spielwelt. Doch das ist nicht das einzige, was er verändert hat. Er hat auch die Programmierung für die Sinneseindrücke verändert, die an das Gehirn übertragen werden.

Man kann im Spiel sterben.

Und stirbt dann auch in der Realität.

Ihre letzte Hoffnung alles zu stoppen ist die Notabschaltung, die Vivians Mutter in das Spiel eingebaut hat.

Eine wunderbar geschriebene und mitreißende Geschichte.

Die Perspektiven der Geschichte wechseln immer mal wieder, sodass man auch aus Toms Sicht erfährt, was geschieht und auch von Prepender, dem Mörder von Vivians Mutter, werden einige Kapitel eingestreut.

Anfangs fließt die Geschichte noch beständig dahin, doch mit dem Mord an Vivians Mutter steigt die Spannung mit jedem Kapitel, bis es in einer regelrechten Hetzjagd endet. Prepender nutzt alle Mittel und Wege um Vivian und ihre neu gewonnenen Freunde zu stoppen. Er ist allein dadurch schon im Vorteil, dass er die virtuelle Realität des Spiels nach seinem Willen verändern kann. Können sie es überhaupt schaffen gegen so einen Gegner zu gewinnen und das Spiel abzuschalten?

Allerdings wirft die Geschichte am Ende für mich mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Man erfährt zum Beispiel nicht, wer Prepender eigentlich ist. Außerdem wirkt es auf mich so, als könne da noch etwas kommen. Die Möglichkeit besteht. Deswegen war ich auch irritiert. Sie ist mit Tom, dem besten Hacker der Schule dort, hätte nicht wenigstens er darauf achten müssen, dass man das Spiel nie wieder starten kann? Denn für mich sieht es so aus, als wäre das theoretisch möglich.

Vielleicht hat die Autorin sich auch einen Weg offen gelassen um vielleicht noch einen zweiten Teil anzufügen. Ich muss sagen: Von mir aus sehr gerne.

Das Buch war meiner Meinung nach wirklich sehr gut und ich kann es es auf jeden Fall empfehlen.

4 von 5⭐️