Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Jemand, der entbehrlich ist – ganz anders als ihr Kindheitsfreund Malyen, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Doch als Alina Mal bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich alles für sie, denn sie findet heraus, dass sie eine Grisha ist, die über große Macht verfügt.

Alina wird ins Trainingslager der Grisha versetzt, der magischen und militärischen Elite Ravkas. Dort findet sie einen ganz besonderen Mentor: Den ältesten und mächtigsten der Grisha, der nur der »Dunkle« genannt wird und der schon bald ganz eigene Pläne mit Alina verfolgt. (Klappentext Ban 1 - Goldene Flammen)

Ich bin nur in einem Punkt von dieser Reihe enttäuscht: Und zwar, dass sie enden musste! Zumindest die eigentliche Geschichte, aber dazu später mehr.

Eine absolut fantastische Saga, die sich ohne Probleme mit alteingesessenen, berühmten Werken messen kann!

Am Anfang der Geschichte wird man in eine völlig neue Welt geworfen, in der man sich erst einmal zurechtfinden muss. Und kaum hat man das geschafft, wird alles wieder auf den Kopf gestellt, als man mit Alina erfährt, dass sie selbst besondere Kräfte besitzt. Aber nicht nur irgendwelche Kräfte. Sie ist die Sonnenkriegerin, welche die Dunkelheit der Schattenflur vernichten soll.

Wer jetzt von einer typischen Handlung ausgeht, liegt falsch, denn mehr als einmal wird man als Leser auf Irrwege und durch unvorhersehbare Wendungen geführt. Nicht alles ist, wie man zu Anfang glaubt und auch das, was man erwartet, wird nicht geschehen.

Auch im zweiten Band bleibt die Spannung der Handlung auf mindestens dem gleichen Niveau, nicht, wie ich es sonst oft bei Trilogien erlebt habe. In diesem Band kristallisiert sich heraus, dass es mehr braucht, als nur Alinas eigene Macht, um den Feind zu besiegen und die Geschichte entwickelt sich zu einer packenden Jagd, die im dritten Band ihren absoluten Höhepunkt erreicht.

Auch das Ende war überraschend, herzzerreißend und wirklich wunderschön (mehr werde ich hier allerdings nicht verraten).

Die Charaktere sind wundervoll beschrieben und sympathisch. Alina, die sich langsam mausert und ihr Selbstvertrauen und ihre Kräfte Stück für Stück entdeckt. Mal, ihr Freund seit Kindertagen und der beste Fährtenleser der Welt, in den sie verliebt ist. Nikolai, der im zweiten Band dazukommt, mit seiner herrlich erfrischenden Art und den tiefgründigen Gedanken unter der Fassade. Auch die Nebencharaktere haben unglaublich viel Tiefe und wachsen einem schnell ans Herz. Zum Dunklen selbst kann und werde ich nichts sagen, denn egal was ich schreiben würde, es würde viel zu viel verraten.

Die Trilogie ist zwar offiziell beendet, doch es gibt noch weitere Bücher der Autorin, die in derselben Welt spielen. Die „Krähen-Reihe“ und dann noch eine neue Reihe, die gerade erst begonnen wurde, die sich mit der weiteren Geschichte von Nikolai beschäftigt (zu diesen Büchern werde ich mich dann auf jeden Fall auch noch äußern, sobald ich sie gelesen habe).

Für die Grisha-Trilogie gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung! Ob alt, ob jung, Hauptsache begeistert von Fantasy!

5 von 5⭐️