Eine bergige Insel mit vielen Stränden, kleinen Städtchen und wunderschönen Aussichten.

Ende Oktober war ich eine Woche auf Elba, einer kleinen Insel vor der Küste Italiens. Ich muss gestehen, dieser Urlaub hat mich, so wunderschön er auch war, vor ungeahnte Herausforderungen gestellt.

Mit dem Auto bis an die italienische Küste ist es schon ein ganzes Stück. Da ich jedoch keinen Führerschein habe, konnte ich es mir auf der Rückbank gemütlich machen. An der Küste angelangt, erwartete mich schon die erste Herausforderung: Eine Überfahrt mit der Fähre. Ich kann mich nicht erinnern mit so etwas schon einmal gefahren zu sein und auf die Frage, ob ich Seekrank werde, konnte ich nur mit den Schultern zucken. Mir wurde nicht schlecht, aber es war nicht windig und Wellengang war auch kaum vorhanden. Auf der Insel angekommen kam dann allerdings doch die Übelkeit.

Mein Problem war die Autofahrt. Genauer gesagt die Straße, die sich in unendlich scheinenden Serpentinen immer wieder hin und her schlängelte. Beinahe bei jeder Fahrt wurde mir schlecht…

Aber das Ferienhaus hat mich für alles entschädigt! Gemütlich eingerichtet und mit einer große Terrasse, von der man einen wunderbaren Blick auf das Meer und den Sonnenuntergang hatte! Jeden Morgen habe ich mich mit einem Kaffee an die Balustrade gesetzt und aufs Meer geschaut. Himmlisch! Daran hätte ich mich gewöhnen können.

Die zweite Herausforderung war das Wandern. Ich war noch nie wirklich wandern und hatte mir dafür extra Wanderschuhe gekauft. Die erste Wanderung war schön ruhig. Ein breiter, sich windender Weg, mal ein Bisschen hinauf, dann ein wenig hinab. Dann ging es allerdings einen schmalen Pfad über Geröll steil hinab und vor mir erstreckte sich ein Steinstrand. Der Weg zurück hinauf war dann doch schrecklich, aber es war ja nur ein kurzes Stück. Außerdem habe ich auf dem Rückweg Bergkristalle finden können! Echte, natürlich gewachsene Bergkristalle! Da bin ich auch freiwillig durch Büsche gekrochen, um welche zu finden.

Und dann kam die zweite Wanderung…

Schmale Trampelpfade, teilweise musste ich beinahe klettern. Dann har die Anhöhe erreicht und mir bot sich ein herrlicher Anblick. Wasser bis zum Horizont und zu meinen Füßen die Küste. Der Weg führte wieder bergab, doch damit war es nicht vorbei. Unten angekommen ging es wieder hoch und wieder runter und wieder hoch. Ich muss gestehen, ich war völlig fertig. Auf jeden Fall war es gut, dass ich mir Wanderschuhe geholt habe.

Ansonsten bestand mein Urlaub aus vielen Strandspaziergängen, schwimmen im kühlen Meer und durch Städte zu bummeln. Viel zu schnell verflog die Zeit und ich musste wieder zurück.

Die Rückfahrt mit der Fähre war dann schon heftiger. Windig und regnerisch. Schlecht wurde mir aber auch dieses Mal nicht, also kann ich behaupten, dass ich nicht Seekrank werde. Allerdings wurde mir leicht schwindelig durch das Schaukeln.

Trotz der Herausforderungen war es ein wunderschöner Urlaub. Elba ist eine wunderschöne Insel, die für jeden Typ Urlauber etwas anzubieten hat.

Nur das mit dem Wandern werde ich mir noch einmal gründlich überlegen